Getreidegasse, Bürgerspital, (inneres) Gstättentor
Aus: Matthäus MERIAN, Salzburg von Norden, 1644 (Ausschnitt)
1.Bürgerspital / Bürgerspitalkirche
1327 wird das Bürgerspital unter tatkräftiger Mithilfe
der Bürgerschaft durch Erzbischof Friedrich von LEIBNITZ
gestiftet.
- Der Arkadentrakt entstand 1556-1562, das Obergeschoß
wie vermutlich auch der Quertrakt zum Sigmundsplatz etwa 1570.
- Bis zur Auflassung des Spitals (1898 Bezug des Allgemeinen
Versorgungsanstalt beim Krauthügel) beherbergte das Gebäude
Kranke und Pfründner.
- 1944 durch Bomben schwer beschädigt, 1955 wiederhergestellt.
Dient heute dem Museum Carolino Augusteum als Spielzeugmuseum.
- Der Bau der Blasiuskirche wurde um 1330 an Stelle der bereits
1185 nachweislichen Kapelle des Admonter-Hofes begonnen. 1550
wurde sie geweiht.
1410-1428 dürfte die Empore eingezogen worden sein.
1520 wurde die Kirche mit dem Friedhof rekonziliiert.
1577 wurden die Gewölbe über der Empore erneuert.
Die heutige Einrichtung stammt vorwiegend aus dem 18.Jhdt.
1.Gstättentor (Schleifertor)
Romanische Stadtmauer wurde 1.Hälfte 13.Jhdt errichtet.
Eines der Stadttore befand sich an dieser Stelle.
- 1367 heißt es "innere Klaus an der Gstätten"
- 1469 wird es "Bürgerspitalturn und Graben" und später auch
"Bürgerspitaltor" oder auch "Inneres Gstättentor" genannt,
um nicht mit dem "Klausentor" ("Äußeres Gstättentor") das auch
auf der "Gstätten" errichtet wurde verwechselt zu werden.
- 1618 wurde das Tor durch Markus Sittikus in seine heutige
Form gebracht.
Vor dem Tor war früher auch eine Zugbrücke, die erst nach Erzbischof
Paris Lodron abgebrochen wurde, da die Funktion der
Hauptpforte auf das Klausentor überging.
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