Stadtbrücke (Hauptbrücke / Aerarische Hauptbrücke/
Staatsbrücke)
Aus: Matthäus MERIAN, Salzburg von Norden, 1644 (Ausschnitt)
Geschichte der Stadtbrücke
Um 1200 Brücke beim Klampferer-Tor (Brücken-Tor).
- 15.08.1598 - 17.08.1598 Hochwasser in Sbg - Brücke STEIN -
KLAMPFERERGÄßCHEN zerstört (Brücke bestand seit 1316 ??).
- Neue Brücke wurde dann zwischen PLATZL - RATHAUS-BOGEN
(Rathaus-Tor) errichtet.
Während des Baues wurde die alte Brücke als Notbrücke
instandgesetzt.
- 1620 Salzachbrücke in der Stadt Sbg fertiggestellt (1612-1620)
Diese Brücke wurde dann als erste Brücke zwischen PLATZL und
RATHAUS-BOGEN errichtet.
Die Brücke war bis Ende 18.Jhdt gedeckt.
- 1661 Stadtbrücke durch Hochwasser zerstört.
- 1787 Stadtbrücke durch Hochwasser zerstört.
- 1859 Stadtbrücke neu eröffnet.
- 10.05.1877 Stadtbrücke (Aerarische Hauptbrücke) in
Eisenkonstruktion, nun Staatsbrücke genannt, feierlich eröffnet.
Notbrücke zwischen LÖCHLBOGEN und BAZAR. (Diese Notbrücke wurde
1887 als Sigmund-Thun-Brücke (Glasenbacherbrücke) verwendet.
Johann Nepomuk-Denkmal am linken Brückenkopf wurde (?) an die
Gartenmauer des Mutterhauses der Barmherzige Schwestern nach Mülln
versetzt.
Kramer-Buden am Brückenkopf verschwanden mit dem Neubau.
- 1941 wird Neubau der Staatsbrücke begonnen.
1944 wird die Brücke (provisorisch) dem Verkehr übergeben.
01.07.1949 Neue Staatsbrücke offiziell eröffnet.

St. Andreaskirche (Alte Andräkirche)(unterer Bildrand)
-
Die ehemalige Andreaskirche war bis 1783 eine Filiale der
Pfarrkirche Unser Lieben Frau und wurde 1415 vom Stadtrichter
Martin REITER und anderen erbaut und 1418 geweiht. Sie stand am
Eingang der Linzergasse und Dreifaltigkeitsgasse.
- 1610-1611 durch Wolf Dietrich gründlich restauriert.
- 1748 Kirchenneubau. Hauptmauern blieben bestehen. 1751 geweiht.
- 1783 Erhebung zur Pfarrkirche.
- 1803 wehrte sich die Bürgerschaft gegen eine Abtragung, da die
Kirche zum Verkehrshindernis geworden war. Stattdessen wurde der
Andreastorbogen abgetragen. Dies konnte auch keine Besserung bringen.
- 1850 wurde an den Gemeinderat eine Petition zur Auflassung der
Kirche gestellt. Gegenpetition von 212 Bürgern verhinderte den
Abbruch, es wollte sich aber auch niemand zur Herstellung der
notwendigen Bauschäden finden.
- 1861 wird die Sperre der Andräkirche durch das Konsistorium
beschlossen und die pfarrliche Funktion an die St. Sebastiankirche
verlegt.
- 1861 wird die Kirche zum Verkauf ausgeschrieben. Eine Einschränkung
sah jedoch vor, daß auf dem erkauften Kirchenareal niemals ein
öffentliches Belustigungslokal oder Theater oder ein Café, Gast-
oder Schankwirtshaus zu errichten.
Kaufmann Franz ZELLER erwarb die Kirche um 13.000 fl, Anna
HINTERHOLZER die Sakristei um 1.200 fl. Von diesem Gelde wurde der
Baufonds für die künftige St. Andräkirche (1892 Grundsteinlegung)
gebildet.
_________________________________________________________
Zurück zum Kapitel
Stadtansichten
Zurück zur Hauptseite
SALZBURG
_________________________________________________________