Aus: Matthäus MERIAN, Salzburg von Norden, 1644 (Ausschnitt)
Das Rathaus
Der Kern des Baues geht auf das gotische Burgrechtshaus
und die Hofstatt "der Thurn" zurück, welche die Bürgerschaft 1407
erwarb, nachdem sich früher das Stadtgerichtshaus am Waagplatz
befunden hatte.
1616-1618 erfolgte ein druchgreifender Umbau. Damals an der Fassade
angebrachte Fresken mit Darstellungen aus der römischen Geschichte
wurden wegen Schadhaftigkeit 1675 wieder übertüncht. Dieser Bauzeit
gehört auch das Portal mit der Marmorfigur der Justitia von Hans
Waldburger (1616) an.
Der verhältnismäßig bescheidene Bau drückt die untergeordnete
Stellung des Magistrats in der landesfürstlichen Residenzstadt aus.
Der Bau, der sich durch seinen schlanken Uhrturm auszeichnet,
erhielt 1772 seine spätbarocke Fassade.
Ansicht Rathausplatz Tor von innen zu Ende 18.Jahrhundert
(Kupferstich NAUMANN)